Am vergangenen Samstag lud der Tambourenverein zum Chlausnachmittag ein. Dabei präsentieren alle Kurse ihr Erlerntes in einem gemütlichen Rahmen bei Kaffee und Kuchen. Über 200 Gäste fanden den Weg ins Werkgebäude um den unterschiedlichsten musikalischen Vorträgen zu lauschen.

Bild 1: Spitzbueb unter der Leitung von Philipp Fuchs
Der 1. Block stand ganz im Rahmen des Äschlis. Nach einem gemischten Stück, (Spitzbueb) präsentierten die kleinsten Tambouren das «Chinderfäscht» bei ihrem ersten Bühnenauftritt voller Stolz und Nervosität. Weiter ging es mit den obligatorischen Ordonnanzmärschen für die zukünftigen Äschlibuben. Zudem wurden der Tambourmajor (Tom Brodbeck) und der Oberpfeifer 2026 (Gian-Noah Valsecchi) ernannt. Abgerundet wurde dieser Teil mit der «Pfeifer-Retraite». Hier trügt der Name. Durch ein modernes Arrangement von Thom Egli liefen die Tambouren in den Zwischenspielen zur Höchstform auf. Fachkundige Elgger haben dabei sicherlich bekannte Trommeltöne erhört.
In der Pause wurde das selbstgemachte Kuchenbuffet geplündert und Anekdoten aus dem Vereinsjahr ausgetauscht. Auch rauchten die Köpfe über den Namen des neuen Vereinslokals, welcher in einer Vereinsumfrage gesucht wurde.
Im 2. Block zeigten dann die Fortgeschrittenen der Junge Garde mit Unterstützung der Aktiven ihr können. Von bekannten Märschen (San Carlo) über alte Klassiker (Brösmeli, Arabi), hin zu wiederentdeckten Äschlimärschen (Kleiner Rekrut) wurde vieles geboten. Verstärkt wurden die Tambouren durch unseren neuen Paukenkurs. Mit 4-facher Wucht wurde es sehr laut im Werkgebäude. Auch eine weitere Neuheit wurde in diesem Abschnitt vorgestellt. Auf Wunsch und Initiative unserer Pfeiferinnen (Anna, Jael, Valentina) wurde ein Freizeitpulli entworfen und kann nun von den Mitgliedern stolz präsentiert werden, sodass das ganze Dorf weiss, wer alles im Tambourenverein dabei ist.
Nach einer weiteren Kaffee- und Kuchenpause wurde das Publikum durch etwas andere Töne überrascht. «The Free Pipers of Schaffhausen» präsentierten zu viert traditionelle Schottische Marschmusik inklusive Dudelsack und Snaredrum; natürlich im passenden Kilt. Auch hier konnte der Nachwuchs vollkommen überzeugen.
Anschliessend übernahmen die Aktiven und zeigten ihre Variabilität mit Klassik (Die Vier Jahreszeiten) und Perkussionsspiel (Kadettonien Shizzle Beatizzle). Hier gilt sicherlich der Aufwand auf Seiten der Dirigenten Philipp Fuchs und Tom Egli zu erwähnen, welche verschiedene Stücke auf die Möglichkeiten der Instrumentalisten anpassten. Ursprünglich war geplant, dass sogar der Dudelsack eingebaut wurde. Leider ist dies musikalisch fast unmöglich und so präsentierte man den «Highlander» zweimal, einmal mit dem Dudelsack solo und einmal als Vereinsauftritt. Abgerundet wurde der ganze Konzertblock mit dem obligatorischen Zapfenstreich, wodurch das Vereinsjahr sozusagen abgeschlossen wurde und nun die Vorfreude auf den Äschli entfacht wurde.
Zu einem Konzert gehört auch eine Moderation durch den Nachmittag. Dies übernahm Laura Saxer und Jori Grimm. Mit vielen kleinen Geschichten zu den Stücken oder den Personen führten sie humorvoll und locker durch das Konzert. Danke viel Mals für eure Moderation.
Zum Abschluss des Konzertes wurde natürlich noch den wichtigsten Leuten gedankt: Allen Leitern der Kurse gilt ein riesiges Dankeschön für die wöchentliche Arbeit in den Proben. Mit über 50 Auszubildenden in circa 15 Kursen ist dies enorm viel Freiwilligenarbeit und eine wichtige Stütze für einen gesunden Verein.
So blickt der Verein auf ein ereignisreiches Jahr zurück und freut sich auf das kommende Jubiläumsjahr. Seit der Gründung 1951 sind schon 75-Jahre vergangen und dies soll auch dementsprechend gefeiert werden. Geplant ist einerseits die Eröffnung des neuen Probelokals und ein grösseres Konzert für alle Gönner und Freunde des Tambourenvereins. Alle weiteren Infos werden laufend auf der Homepage «tambourenverein-elgg.ch» aufgeschaltet.
Text: Andrej Blaser
Bilder: Dominik Zürcher






